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Spende für den Hospizverein Schweinfurt e.V.

BERGRHEINFELD (hof) Der diesjährige bundesweite „Tag des Friedhofs“ stand unter dem Motto „Raum für Erinnerung“ und wollte die Bedeutung des Friedhofs als Ruhestätte, als Ort der Trauerbewältigung, aber auch als Erholungs- und Lebensraum und als Ort der Begegnung den Menschen näher bringen.

Dazu fanden im Bergrheinfelder Friedhof Führungen und Veranstaltungen in der Aussegnungshalle statt, darunter ein Vortrag von Mainpostredakteur Dr. Herbert Scheuring zum Thema „Zeichen lebendiger Erinnerung“. Der Redakteur verzichtete auf sein Honorar und spendete dies. Die Gemeinde Bergrheinfeld spendete ebenfalls ihre Einnahmen vom „Tag des Friedhofes“, so dass die Summe von 400 Euro zusammen kam.

Diesen Betrag übergab Bürgermeister Ulrich Werner an den Hospizverein Schweinfurt, vertreten durch Susanne Ritzmann. Der Hospizverein bietet schwerstkranken Menschen und deren Angehörigen Beistand und Betreuung zu Hause, in Pflegeeinrichtungen und im Krankenhaus durch ehrenamtlich tätige Hospizhelfer und Hospizhelferinnen.

 

 

Scheckübergabe an den Hospizverein Schweinfurt e.V. durch Bürgermeister Ulrich Werner an Susanne Ritzmann (Foto: Horst Fröhling)

Wechsel im Vorstand des Hospizvereins Schweinfurt e.V.

Foto: Volker Martin
Von rechts nach links: Beatrix Weiß, Dr. Sabine Wondra, Dr. Johannes Mühler, Pfarrer Franz Feineis, Susanne Ritzmann, Alexandra Beer, hauptamtliche Koordinatorin

Nur wer Veränderungen akzeptiert, kann auch wachsen. (Paul Wilson)

Unter diesem Motto stand die diesjährige Mitgliederversammlung des Hospizvereins Schweinfurt e.V.

So war das Jahr 2016 für den Hospizverein Schweinfurt ein Jahr der Herausforderungen, der intensiven Arbeit und der konstruktiven Weiterentwicklung.

Als Herausforderung war der Übergang von einem kleinen, rein ehrenamtlich organisierten Verein hin zu professionellen Strukturen mit der Implementierung hauptamtlich Tätiger in dem Verein zu meistern. „Wir haben organisatorisch im vergangenen Jahr sicher den größten Umbruch seit Bestehen des Vereins erlebt: Haben wir uns nun auf den Weg zur „Professionalisierung“ begeben, um an der Gestaltung der hospizlichen und palliativen Aktivitäten in unserer Region weiter aktiv teilhaben zu können,“ so Herr Dr. Mühler bei der Vorstellung des Jahresberichts.

Seit letztem Jahr beschäftigt der Verein die hauptamtliche Koordinatorin, Frau Alexandra Beer, examinierte Altenpflegefachkraft mit Zusatzausbildung Palliativ Care. Sie ist die zentrale Ansprechpartnerin für die ehrenamtlichen Begleiter und Hilfesuchenden, sie sorgt für eine umfassende Beratung beim Erstgespräch mit dem Betroffenen und seiner Angehörigen, koordiniert die Einsätze der ehrenamtlichen Begleiter und Begleiterinnen auf der onkologischen Stationen im Leopoldina-Krankenhaus, auf der Palliativstation, in den stationären Pflegeinrichtungen und zu Hause. Ihre weiteren Aufgaben sind die Kontakte zu den niedergelassenen Ärzten, stationären und ambulanten Alten- und Pflegeeinrichtungen, dem Krankenhaus, Seelsorgern, kirchlichen und sozialen Diensten.

Im Oktober konnte der Verein sein Büro in der Segnitzstraße am Hochfeld feierlich eröffnen, Anlaufstelle für Rat- und Hilfesuchende sowie Interessierte.

Weiterhin wurde gemeinsam mit dem Hospizverein Bad Kissingen ein Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerk auf den Weg gebracht und mit den Kooperationspartnern Stadt und Landkreis Schweinfurt, Bad Kissingen und dem Bayerischen Hospiz- und Palliativverband im September offiziell gegründet.

In der Öffentlichkeit war der Hospizverein auch wieder in zahlreichen Facetten präsent. Herauszuheben sind Vorträge und Informationsveranstaltungen, v.a. zum Thema Patientenverfügung. Eine „alternative Patientenverfügung“ mit einer erläuternden Beischrift und dem Vorschlag einer Vorsorgevollmacht für die Gesundheitsangelegenheiten wurde mittlerweile veröffentlicht und ist über die Homepage des Hospizvereins abrufbar.

Bei den anschließenden turnusmäßigen Neuwahlen des Vorstandes wurde Frau Beatrix Weiß zur Schatzmeisterin gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden der 1. Vorsitzende Dr. med. Johannes Mühler , der 2. Vorsitzende Pfarrer Franz Feineis, Schriftführerin Susanne Ritzmann sowie die Beisitzerin Dr. med. Sabine Wondra.

Der Vorstand würdigt die langjährige, verdienstvolle Arbeit von Frau Christine Kritzner als Schatzmeisterin, die aus dem Gremium ausgeschieden ist.

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